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GEMA-Frei oder doch lieber mit Profis..?

Musik als Sympathieträger ihrer Marke?

Ja, denn „Das Ohr ist das Tor zu Seele“ (Z. Lopicic).
Neueste Forschungsergebnisse lieferten handfeste Beweise dafür, dass Musik & Sound die Macht haben, die Wahrnehmung von Qualität und Wert, was zwangsläufig die Kaufentscheidung beeinflusst, zu steuern. Ziel der Musik ist die Stärkung der Bindung zwischen ihrer Marke und Zielgruppe. Das erfolgt z.B. durch die Verwendung von bereits bestehender Musik, über die sich eine Gruppenzugehörigkeit definiert, wie z.B. bei Apple oder Becks. Oder durch die Kreation eines eigenen Brand-Songs, der die Wünsche der Zielgruppe aufgreift und mit der Marke verbindet (z.B. "Sail away, dream your dream" von Beck’s). Denken sie auch mal an das Soundlogo der Telekom, na? Klingelt’s? Daher hat die Musik in einem Werbespot in vielen Fällen einen weitaus höheren KPI-Anteil als der Film selbst. Warum kann ich nicht einfach einen Robbie Williams Song verwenden? Der Grund sind die Synchronisations -, Master - und Persönlichkeitsrechte. Dies bedeutet, dass sobald Musik in Verbindung mit einem Film gebracht wird, sie die Erlaubnis vom Komponisten/Textdichter/Verlag sowie vom Rechteinhaber der Aufnahme (z.B. Plattenfirma) benötigen. Dies können am Ende viele Instanzen sein, was die Lizenzierung oftmals langwierig und nicht selten schwierig und kostenintensiv macht. Eine Freigabe ist ebenfalls nie vorausgesetzt, da die jeweiligen Parteien der Nutzung erst zustimmen müssen, aber auch ablehnen können. Aber hier gilt "Money Rules"; wer über ein entsprechendes Budget verfügt, kann mit großer Wahrscheinlichkeit auch einen Robbie Williams Song in z.B. seinem TV-spot verwenden. Woher bekomme ich dann die Musik um mein Video zu emotionalisieren? Da nun die Rechtekette der „Hit-Songs“ meistens derart komplex ist, entstand die „Production Music“. Production Music können sie „one-stop“ lizenzieren und sofort für ihr Video nutzen. Der Grund: Alle Rechte sind im Vorfeld „gecleart“ und werden von nur einer Instanz (der Production Music Firma) verwaltet und vergeben. Sie wählen dann einfach die Art der Nutzung (z.B. ONLINE oder MESSE & EVENTS) aus, bezahlen und erhalten sofort ihren Lizenzvertrag, welcher ihnen damit die Sperrung ihres Videos auf z.B. YouTube erspart. Aber Achtung, bei Production Music Libraries mit GEMA-freier Musik. GEMA-frei = Rechte-frei = Royalty-free? Nein, denn man muss unterscheiden zwischen dem Copyright und dem Masterright. Copyright betrifft rein die Seite des Komponierens und Textens eines Musikstückes. Masterright betrifft lediglich die Seite der entstandenen Aufnahme, welche durch Musiker und Sänger eingespielt wurde. Sind Komponist & Textdichter nicht Mitglied einer Verwertungsgesellschaft (z.B. GEMA, PRS, ASCAP, BMI, etc.), wird die Musik in Deutschland als GEMA-frei bezeichnet. GEMA-frei bedeutet in dem fall aber nur, dass die urheberrechtlichen Nutzungsrechte nicht von der Gema sondern von den Urhebern selber wahrgenommen werden. Mitnichten heißt GEMA-frei, dass diese nicht lizensiert werden müssen! GEMA-Frei ist nicht gleich Royalty Free! *Royalty free bedeutet in diesem Falle, dass die Verlagsrechte (auch Herstellungsrechte genannt) und die Leistungsschutzrechte an den fertigen Produktionen bereits geklärt sind. Man erwirbt das Recht, ein bestimmtes Werk (Komposition) mit einem anderen Werk (z.B. Film) zu verbinden, z. B. in Form eines vertonten Filmes. Sind diese musikalischen Werke jedoch bei einer Verwertungsgesellschaft registriert, muss für die öffentliche Wiedergabe dieser Werke dennoch eine Lizenz erworben werden. (* GEMA Information) Vorsicht bei GEMA-Freier Musik... Wer GEMA-freie Musik öffentlich aufführt oder gewerblich nutzt, muss, um Ansprüchen der GEMA zu entgehen, die Vermutung widerlegen, dass die genutzten Werke GEMA-pflichtig sind. Notwendig sind nach der bisherigen Rechtsprechung dafür die Nennung von Komponist, Texter, Bearbeiter und gegebenenfalls des Verlages, die an dem Werk beteiligt sind, auch dann, wenn es sich um ausländische Musik handelt. Kann die Sachlage nicht eindeutig geklärt werden, wird davon ausgegangen, dass die Musik nicht GEMA-frei ist, also zum GEMA-Repertoire gehört und somit entsprechende GEMA-Gebühren zu entrichten sind. Entscheidet sich der Komponist/Textdichter plötzlich dennoch Mitglied der GEMA zu werden, hat die GEMA das Recht ab Eintritt des Komponisten, rückwirkend zwei (2) Jahre retroaktive Vergütungen beim Nutzer einzufordern. Im Kontext betrachtet sorgt die GEMA also eher für Rechtssicherheit und vereinfacht Vorgänge. Meine Empfehlung an sie: Seriöse Production Music Anbieter kosten auf den ersten Blick etwas mehr, als die zahlreichen Onlineportale mit vermeintlich GEMA-freier Musik, sichern sie aber vor retroaktiven Nachforderungen besser ab. Ernsthafte Komponisten/Textdichter sind daher immer Mitglieder von Verwertungsgesellschaften (wie der GEMA), denn sie leben von ihrem Beruf und praktizieren diesen täglich. Übrigens bestehen seriöse Filmproduktionen und Werbeagenturen meist auf GEMA-pflichtiges Musikrepertoire und sie wissen warum ;) Zeljko Lopicic (Founder, Instant Music Licensing) Seriöse Production Music Libraries: http://musiklizenzierung.de/ http://www.warnerchappellpm.com/de/ http://www.unippm.de/

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